Emotionen und Raum für Fussball

Mitteilung 24.03.2025
An der kantonalen Sportkonferenz am Donnerstag, 20. März 2025 setzten sich rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden und Städten unter dem Motto «herfield» mit der UEFA Women’s EURO 2025, deren Begleitmassnahmen und der optimalen Nutzung von Fussballplätzen auseinander.
Grosse Begeisterung für Frauenfussball
Der erste Teil der Sportkonferenz stand ganz im Zeichen der Förderung von Mädchen und Frauen im Fussball. Regula Schweizer, Projektleiterin Host City Zürich der UEFA Women's EURO 2025, gab den Teilnehmenden einen Einblick in die Organisation und den aktuellen Stand des Grossanlasses. «Die Tickets sind sehr begehrt und das Interesse der Volunteers ist gross», führte sie aus. Die Stadt Zürich setzt zahlreiche Massnahmen zur Sichtbarkeit um. Dazu gehören unter anderem das ZüriMobil, das Botschafterinnen-Programm ZüriElf, gebrandete Street Soccer Courts und Plakate, zum Beispiel direkt vor dem Stadion Letzigrund. Die Turnierdirektorin Doris Keller ergänzte, dass sie von Anfang an das ambitionierte Ziel einer erstmals ausverkauften Women’s EURO verfolgt habe. «Heute – 104 Tage vor dem ersten Spiel - sind bereits über 470'000 Tickets verkauft», hielt sie stolz fest.
Sandra Plaza, die Koordinatorin der Women's EURO 2025 des Kantons Zürich, zeigte auf, welche Begleitmassnahmen zur Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs in allen Bereichen und auf allen Stufen bereits laufen und geplant sind. «Aus dem hergoal-Fonds wurden bereits viele Projekte unterstützt und mit hergame.ch wollen wir Vorbilder schaffen», beschrieb sie zwei der Massnahmen. Als Abschluss des ersten Teils stellte Sarah Prosek von der Stiftung IdéeSport das Projekt «Sportheldinnen» vor. Sie ist überzeugt: «Jedes Mädchen kann eine Sportheldin sein. Und zwar unabhängig von ihrer sportlichen Leistung, ihrem kulturellen Hintergrund oder ihrem Aussehen».
Fussball braucht Platz
Der zweite Teil befasste sich mit der Frage, wie Fussballplätze auf die gestiegene Nachfrage im Fussball vorbereitet werden. Samuel Thommen leitete diesen Teil mit der Kampagne WERTvolle Sportanlagen ein: «Mit der Kampagne sollen die olympischen Werte Respekt, Freundschaft und sportliches Engagement als neue Normalität verankert werden», erklärte der cool&clean Botschafter des Kantons Zürich. Dabei sollen diese Werte auf den Sportanlagen sichtbar gemacht werden.
Marcel Kappeler von der Stadt Zürich teilte seine Erfahrungen zur optimalen Nutzung von Fussballplätzen mit den Teilnehmenden. «Optimale Nutzung ist Ansichtssache, für Nutzende und Betreibende. Wir müssen das auf einen Nenner bringen», legte der Bereichsleiter Rasensport/Tennis dar. Möglichkeiten für weitere Infrastruktur seien beispielsweise die Nutzung von Rasenspielfeldern auf Schulanlagen oder das Umwandeln von Kleinstflächen auf Sportanlagen in Kleinspielfelder. Andererseits könne bei der Belegung optimiert werden, wobei Kommunikation und Transparenz notwendig sei.
Anschliessend präsentierten Raphael Kern und Patrick Karrer das Engagement des Schweizerischen Fussballverbands (SFV). Dabei steht für den Verband das bestmögliche Erlebnis im Vordergrund. «Wir wollen Zugang für alle ermöglichen, lebenslange Aktivität fördern, die Klubs nachhaltig stärken und Werte leben», betonte Raphael Kern, der Leiter Ressort Breitenfussball. Der Verantwortliche der Legacy Infrastruktur Projekte Patrick Karrer ging auf mögliche Massnahmen zur Optimierung der Fussballinfrastruktur ein. «Beispielsweise können Sommergarderoben eingerichtet werden, draussen unter einem Vordach», beschrieb er.
Regierungsrat und Sportminister Mario Fehr bedankte sich in seiner Rede für das Engagement aller Beteiligten. «Fussball kann ganz viel möglich machen», unterstrich er die gemeinsame Kraft der UEFA Women’s EURO, der Gemeinden und der Fussballvereine für die Gesellschaft.