Ferienheim für Menschen mit Behinderungen: Regierungsrat bewilligt Beitrag für Erweiterung
Medienmitteilung 03.04.2025
Die Zürcher Stiftung Altried will ihr Ferienzentrum für Menschen mit Behinderungen um insgesamt 25 Zimmer erweitern. Der Neubau wird speziell auch auf Menschen mit starkem Autismus ausgerichtet sein. Der Regierungsrat unterstützt dieses Vorhaben mit einem Beitrag von 1 Mio. Franken aus dem Gemeinnützigen Fonds.
Die Stiftung Altried betreut rund 500 Menschen mit einer körperlichen, psychischen oder geistigen Beeinträchtigung und bietet Wohnungen, Tages- und Werkstätten an. Seit Mitte der 1990er-Jahre betreibt sie im aargauischen Gontenschwil auch ein Ferienzentrum für Menschen mit (schweren) Behinderungen. Wegen der starken Auslastung kommt es relativ oft zu Absagen. Der Neubau soll das Angebot des Ferienheims erweitern und insbesondere auch Menschen mit starkem Autismus eine geeignete Infrastruktur bieten. So dienen zwei spezielle «Time-out-Zimmer» der Reizabschirmung. Der Neubau kostet rund 10 Mio. Franken und wird nach Minergie-Standard erstellt. Der Bedarf für ein Ferienheim für Menschen mit (schweren) Behinderungen ist ausgewiesen. Bereits heute wird die Anlage zu einem beachtlichen Teil von Gästen aus dem Kanton Zürich genutzt.
Das Vorhaben der Stiftung Altried ist eines von zehn Projekten, die der Regierungsrat in der ersten Tranche 2025 mit Beiträgen aus dem Gemeinnützigen Fonds unterstützt. Sie stammen aus den Bereichen Soziales, Umwelt und Ökologie, Verkehr, Bildung sowie Freizeit und Feste. Gefördert wird auch eine Sonderausstellung über den Vogelzug in der Schweiz, die auch im Naturzentrum Neeracherried zu sehen sein wird. Der Verein BirdLife Schweiz erhält hierfür einen Beitrag von 500'000 Franken. Ein Beitrag im gleichen Umfang geht an die EuroTube Foundation. Sie will mit ihrer Hyperloop-Teststrecke in Dübendorf die Leistungsfähigkeit der neuen Vakuumtransporttechnologie unter Beweis stellen und zugleich für ein breites Publikum das Interesse an nachhaltiger Verkehrstechnik fördern. Mit einem Druckkostenbeitrag von 10'000 Franken wird eine Buchpublikation über die Fremdplatzierung von Kindern aus armutsbetroffenen Familien in Winterthur von 1900 bis 1939 gefördert. Insgesamt bewilligte der Regierungsrat Fondsbeiträge von 4 Mio. Franken.